Druckeroptimierte Version dieser Seite                     | schließen |   
| drucken |    
 
Haut- und Haaraufbau
Haut und Haaraufbau
Eucapil® (Fluridil) - ein neues kosmetisches Mittel zur Anwendung bei Haarausfall
 
Unser Leben hängt von unseren Hormonen ab. Von besonderer Bedeutung sind die Sexualhormone, die beinahe jeden Aspekt unserer Physis und unseres sozialen Lebens beeinflussen. Der physiologische Hormonspiegel verändert sich mit dem Alter. Bei Männern ist er im Alter von 20-30 Jahren am höchsten, danach sinkt er kontinuierlich ab.
Frauen produzieren ebenfalls männliche Hormone. Im Laufe der Zeit steigen sie an, bis die Frauen nach der Menopause ebenso viele männliche Hormone produzieren wie gleichaltrige Männer [Price, 1999].
Meist sind die männlichen Hormone für den üblichen Haarausfall sowohl beim Mann als auch bei der Frau verantwortlich. Bei dafür genetisch vorgeprägten Personen beginnen sich die Haarwurzeln (Follikel) zurückzubilden, was dazu führt, dass die Haare immer schwächer und dünner werden, bis sie schließlich aus ihren Follikeln abgestoßen werden. Die bei weitem vorherrschende Form des Haarausfalles wird von den männlichen Hormonen verursacht. Es gibt auch Haarausfälle, die andere Ursachen haben, die von Dermatologen diagnostiziert und behandelt werden können.
 
Ein Versuch, den Haarausfall mit Medikamenten zu behandeln, besteht darin, die im Körper stattfindende Umwandlung des männlichen Hormons in seine stärker wirkende Form zu verhindern. Ein derartiges Medikament, unter dem Namen Propecia® (Finasterid) bekannt, muss jedoch täglich oral eingenommen werden.
Es wird berichtet, dass Propecia® in 30 bis 50 % der Fälle den Haarausfall stoppt und dass die Nebenwirkungen, wie Libidoverlust bei Männern, selten und reversibel sind. Propecia® muss über lange Zeit als Pille eingenommen werden. Die wenigen Studien, in denen eine topische (d.h. äußerliche) Anwendung von Propecia® auf der Kopfhaut getestet wurde, zeigten eine nur geringe Wirksamkeit, die dem Eindringen des Medikaments durch die Haut in den Körper zugeschrieben wurde [Price et al., 2000, Rushton et al., 1996]. Die bisherigen Erfahrungen aus den klinischen Studien zeigten fast keine negativen Auswirkungen des Eingriffes in den allgemeinen Hormonhaushalt. Dennoch weiß niemand mit Sicherheit, wie der Körper auf lange Sicht reagiert.
Bei einer anderen Substanz, Minoxidil, die ursprünglich entwickelt wurde, um den Bluthochdruck zu senken, wurde nach längerem Gebrauch Haarwachstum beobachtet. Die Wirksamkeit von Minoxidil, das auf die Kopfhaut appliziert wird, wurde mit ungefähr 30 % angegeben und einer größeren Anzahl von Faktoren zugeschrieben, darunter einer relativen Zunahme der Durchblutung der Kopfhaut.
Top
Darüber hinaus wurden etliche orale oder topische Präparate mit Vitaminen und Pflanzenextrakten entwickelt. Eine Wirkung auf die Haarfollikel und den Haarwuchs ist jedoch nicht ausreichend nachgewiesen.
 
Würde man versuchen, die herkömmlichen antihormonalen oralen oder injizierten Medikamente äußerlich anzuwenden, würden sie über die Kopfhaut in den Körper aufgenommen, was unerwünschte Nebenwirkungen haben dürfte. Das ist der Grund dafür, dass keine dieser Substanzen kosmetisch, d.h. lokal gegen Haarausfall bei Männern eingesetzt werden darf.
Im Idealfall sollte eine Substanz, die den Haarausfall verhindern und/oder das Haarwachstum potentiell wiederherstellen soll, nur auf die Haarwurzeln in der Kopfhaut wirken.
 
Auch die Experten Sawaya und Hordinsky kamen 1993 zu dem Schluss, dass nur eine kosmetische Substanz, d.h. eine Substanz, die ausschließlich auf der Haut und nicht im ganzen Körper wirkt, von Nutzen wäre.
 
Die biomedizinischen Laboratorien von Biophysica in Kalifornien entwickelten in Zusammenarbeit mit den Forschungslaboratorien der tschechischen Interpharma-Praha neue Substanzen, die ausschließlich auf die Haut einwirken und nicht in den Körper aufgenommen werden.
Die Struktur des erfolgversprechendsten Moleküls schließt eine Resorption durch die Haut aus, außerdem bewirken schon kleinste Mengen Wasser den Zerfall des Moleküls. Dieses innovative “drug design” stellt eine wirksame präventive Sicherheitsmaßnahme dar: Sollte aus irgendeinem Grund die Substanz doch in den Körper gelangen, z.B. bei versehentlicher oraler Einnahme, würde sie sofort zerlegt und somit pharmakologisch unwirksam.
Um zu beweisen, dass diese Substanz (nunmehr Fluridil genannt, in der EU registriert durch die Mitteilung VII-B, 02010743-00 des französischen Umweltministeriums unter CAS 260980-89-0) nach der Aufnahme durch die Haut nicht auch in die Blutzirkulation gelangt, wurden eine Reihe von Studien an Ratten und Kaninchen durchgeführt. Von beiden Tierarten ist bekannt, dass sie ein 6- bis 10-mal größeres Vermögen besitzen, Substanzen über die Haut aufzunehmen, als der Mensch. Bei weiteren Studien zur Ermittlung der systemischen und Haut-Toxizität an Tieren und schließlich an Menschen, durchgeführt am Experimental Dermatology Institute, University of California in San Francisco, unter der Leitung von Prof. Howard Maibach, wurden bei der Anwendung von Eucapil® (Wirkstoff Fluridil) keinerlei Hautirritationen festgestellt.
Top
An der Universitätsklinik für Dermatologie (Olmütz, Tschechien) wurde Eucapil® täglich bei männlichen und später auch bei weiblichen Probanden angewendet. Die Wirksamkeit wurde mit Hilfe der Trichogrammethode beurteilt. Das Wirksamkeitskriterium war dabei die Veränderung des Verhältnisses der Anzahl der wachsenden zur Zahl der absterbenden Haare. Bei den meisten Probanden war die Zunahme der wachsenden Haare (Anagene) und die Abnahme der absterbenden Haare (Telogene) signifikant. In der Studie an Frauen wurde auch der Haardurchmesser vor und nach der Anwendung gemessen: Dabei wurde eine signifikante Zunahme festgestellt. Bei der Untersuchung des Serums konnten keine Spuren von Fluridil nachgewiesen werden (Sensitivität: 5 nanogramm/ml), auch im Urin waren weder Fluridil noch seine Metabolite nachweisbar. Die tägliche Anwendung von 2ml Eucapil® führte zu keinerlei Veränderungen des Blutbildes oder des hormonellen Profils, ebenso gab es keine systemischen Nebenwirkungen. Die Daten wurden in einem Artikel und einer zusammenfassenden Studie veröffentlicht (s. Literatur).
Die ersten Ergebnisse der breiteren Anwendung von Eucapil® nach der Zulassung als Kosmetikum und der noch laufenden Studien belegen, dass Eucapil® wirksam ist und dass eine substanzielle Verminderung bzw. zumindest ein Stillstand des Haarausfalls bereits nach wenigen Wochen der Anwendung eintritt. Nach längerer Anwendung steigt zudem der mittlere Haardurchmesser, was dem Haar den Anschein von mehr Fülle verleiht. Die besten Ergebnisse wurden bisher bei Personen erzielt, die noch keinen allzu lange bestehenden Haarausfall hatten und bei denen die Haarfollikel noch aktiv waren.
 
Die ersten Ergebnisse der breiteren Anwendung von Eucapil® nach der Zulassung und der noch laufenden Studien belegen, dass Eucapil® wirksam ist und dass eine substanzielle Verminderung bzw. zumindestens ein Stillstand des Haarausfalls bereits nach wenigen Wochen der Anwendung eintritt. Nach längerer Anwendung steigt zudem der mittlere Haardurchmesser, was dem Haar den Anschein von mehr Fülle verleiht. Die besten Ergebnisse wurden bisher bei Personen erzielt, die noch keinen zu lange bestehenden Haarausfall hatten und bei denen die Haarfollikel noch aktiv waren.
Naturgemäß gibt es weniger Chancen für neues Haarwachstum, wenn schon lange Zeit kein Haarwuchs mehr vorhanden ist und die Haarfollikel gewissermaßen vom Bindegewebe ersetzt wurden. Zwar wurde bei einigen Männern nach 4- bis 6-monatigem täglichen Gebrauch von Fluridil (Eucapil®) neuer Haarwuchs – so genanntes Babyhaar oder Pfirsichflaum - auf der Kopfhaut sichtbar. Eucapil® kann aber nur wirken, wenn die Haarfollikel noch aktiv sind. Wenn dem nicht so ist, kann vernünftigerweise nur eine Transplantation helfen.
Die besten Ergebnisse wurden bei Personen erzielt, die mit der Anwendung von Eucapil® begannen, als der erste Haarausfall bemerkt wurde. Bei Männern kann dies schon nach dem 20. Lebensjahr eintreten, bei Frauen setzt der Haarausfall häufig dramatisch und plötzlich mit der Menopause ein.
Wir beobachteten, dass der Haarausfall schon nach 3 bis 6 Wochen täglicher Anwendung von Eucapil® aufhört, während die Stärkung der noch vorhandenen Haarsubstanz (Zunahme des Haardurchmessers) meist nach 3 Monaten eintritt.
Aufgrund des oben Gesagten lässt sich der künftige Nutzen von Eucapil® als Kosmetikum klar abschätzen.
Top
beginning using of Eucapil / 12 month later
 
Die Produktion von Eucapil® wurde der Interpharma-Praha, einem Hersteller pharmazeutischer Produkte anvertraut. Eucapil® , abgefüllt in 2ml-Ampullen, wird unter strikter Einhaltung der GMP(„Good Manufacturing Practice“)-Kriterien hergestellt, die Substanz ist in der EU registriert.
 
Eucapil® hat in der Tschechischen Republik eine Zulassung als Haarkosmetikum erhalten und der Verkauf in den übrigen EU-Ländern steht bevor.
 
Mit Eucapil® liegt ein neues, wirksames, bei Haarausfall anwendbares Haarkosmetikum vor. Auch bei täglichem Gebrauch ist Eucapil® auf der Haut gut verträglich und wird nicht vom Körper aufgenommen.
 
Referenzen
 
Price TM, Allen S, Pegram GV. 2000. Lack of effect of topical finasteride suggests an endocrine role for dihydrotestosterone. Fertil Steril 74:414-415.
 
Price VH. 1999. Treatment of hair loss. N Engl J Med 341:964-973.
 
Rushton DH, Norris MJ, Ramsay ID. 1996. Topical 0.05% finasteride significantly reduces serum DHT concentrations, but had no effect in preventing the expression of genetic hair loss in men. In: D. Van Neste and V. Randall, D. Van Neste and V. Randall. Hair Research for the Next Millenium, Amsterdam: Elsevier. p. 359-362.
 
Sawaya ME, Hordinsky MK. 1993. The antiandrogens. When and how they should be used. Dermatol Clin 11:65-72.
 
Seligson AL, Campion B, Brown JW, Terry RC, Kucerova R, Bienova M, Hajduch M, Bucek M, Sovak M. 2003. Development of fluridil, a topical suppressor of the androgen receptor in androgenetic alopecia. Drug Dev Res 59:292-306).
 
Sovak M, Seligson AL, Kucerova R, Bienova M, Hajduch M, Bucek M. 2002. Fluridil, a rationally designed topical agent for androgenetic alopecia: first clinical experience. Dermatol Surg 28:678-685, with an erratum on p.971.
 
M. Bienova, R. Kucerova, M. Hajduch, M. Fiuraskova, M. Sovak.
Efficacy and Safety of Eucapil Gel in hirsutism (Pilot Study)
Proceedings of 14th Congress of European Academy of Dermatology and Venereology, London, October 12-16, 2005
 
R. Kucerova, M. Bienova , R. Novotny, M. Hajduch, M. Fiuraskova, Seligson A.L , M. Sovak.
Eucapil in Female Androgenetic Alopecia: Efficacy and Safety after 9-month use Proceedings of 14th Congress of European Academy of Dermatology and Venereology, London, October 12-16, 2005
 
Top
 

| schließen |

URL: http://www.eucapil.com    22.08.19

© 2019   Interpharma Praha, a. s.